dissentnetwork.org (ssl)

Kurzprotokoll21.10.

aus Dissent! Network Wiki, der freien Wissensdatenbank

Kurzprotokoll des Infotourtreffens am 21.10. in Berlin

Anwesend: Neben der Crew, die schon in Kassel zusammen saß, gab es noch 2 Neuzugänge aus Berlin, und es fehlte wegen Terminproblem die Genossin aus Hamburg, wir waren also 9. Seit dem letzten Treffen sind diverse Infos eingeholt und Kontakte geknüpft worden, es folgt Informationsstand plus Stichpunkte der gemeinsamen Diskussion zu Orangentransport, Infomaterial/Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen/Gesamtkonzept, Finanzierung und Kapazitäten.

Orangentransport: Idee...

  • Orangentransport ist Aufhänger und Inhalt!
  • statt schlimme Zustände zeigen und anklagen mal was positives/soldarisches/Alternatives machen („Direktvertrieb“ von korrekten Produkten); andere Praxis darstellen, nicht nur gegen, sondern für
  • wir wollen die Orangen nicht verkaufen, sondern verschenken! weil: raus aus der marktwirtschaftlichen Logik, Absurdität der Preisbildung in der Landwirtschaft deutlich machen, zum Nachdenken anregen (über Konsum), irritieren, keine fertigen Lösungen (fair trade, bio etc.), sondern Fragen aufwerfen und Widersprüche sichtbar machen.
  • Spenden sammeln, um damit einen Fonds für Alternativen anzufangen
  • an unterschiedlichen Stationen verschiedene thematische Schwerpunkte aufgreifen (VB-Gruppe!), und durch Tourdokumentation verbinden (z.B. Schautafeln aus jeder Stadt, wie bei WTO-Karawane '98). Ergebnis könnte im Rahmen der Gesamtkampagne weiterverwendet werden.

.....und Organisatorisches!

  • -fotofraxia (Aktivisten/FotokünstlerInnen, die die beim Umbruch-Archiv zu sehende Fotoausstellung zu Plantagenarbeitern in Griechenland gemacht haben) wurden kontaktiert über Mariliy, die selbst zufälligerweise auch grad in Greichenland ist. Sind interessiert, recherchieren.
  • die SOC (sindicato obreros del campo, Spanien) hat wohl selbst nur Gemüsekooperativen, es wird versucht, über deren Kontakte ein fortschrittliches Produzent zu finden
  • in Süditalien gäbe es über Urupia evtl. Möglichkeiten, hängt allerdings von der Menge ab
  • am 2./3.12. findet ein Treffen spanischer Landkooperativen/Landbesetzer statt, das wäre vielleicht ein interessanter Ort für Vernetzung, ein Genosse aus Frankreich wird sich um Kontakte bemühen
  • über eine Kooperative in Südfrankreich gäbe es evtl. die Möglichkeit, den Transport zu organisieren, und vielleicht eine Reise mit Dokumentation zu den Produzenten zu unternehmen.
  • Verkauf/Handel/Transport wäre rechtlich per Reisegewerbeschein wohl kein Problem. Die Standgenehmigung ist Sache des lokalen Ordnungsamtes, und daher fallweise von der lokalen VB-Gruppe zu klären. Unproblematisch.
  • für den Transport auf der Tour gibt es 2 Optionen:
  1. mit einem grösseren LKW sämtliche Orangen einladen und quer durch die Republik fahren (optional sie sogar von ihrem Produktionsort abholen)
  2. sich zu jeder Tourstation ein oder zwei Paletten Orangen liefern zu lassen, diese dort nur noch mit einem Minibus/Kleintransporter abzuholen. Trotzdem evtl. grösseres Tourgefährt für Ausstellung und als Homebase für die Tourenden, auch als Blickfänger. wird ausgelotet.
  • wir müssen uns noch über die Menge einigen: Aufwand (Kosten und Logistik) wird als relativ unabhängig von der Menge eingeschätzt (Gegenstimmen: grösserer LKW ist teurer, braucht mehr Sprit, Orangen kosten auch was...), Vorschläge reichten von 1 t/Station bis 100-200 Netze á 1-1.5 kg pro Station, das wären dann ca. 1-1,5 t auf der ganzen Tour (maximal). Evtl. vorher schon mit einer Endstationnahen food coop schauen, dass sie uns die Restbestände abnimmt.

Infomaterial/Öffentlichkeitsarbeit

  • Zeitung, Plakat und Flyer wird als relativ problemlos machbares Minimalprogramm eingeschätzt: Es gibt gute Kontakte zu Druckerei, Erfahrung und technische Infrastruktur fürs Layout, verwendbare Bilder. Texte müssen noch geschrieben/zusammengesucht werden, Idee eines gemeinsamen Wochenendes für die Gestaltung der Zeitung (Gegenstimme: alle gemeinsam zu grosser Rahmen für Publikation). Da wir nur wenige Orte besuchen können, wollen wir interessierte Gruppen dazu aufrufen, eigene Aktionen/Veranstaltungen im gleichen Zeitraum zu machen, die dann als Teil des Gesamtkonzept/Fahrplans mit auf die Plakate kommen, bzw. selbst noch weitere Veranstaltungen anbieten. Bevor wir Stationen festlegen, noch weitere Gruppen ansprechen! Es wird schnellstmöglich eine Einladung mit dem Stand der Dinge über die Liste geschickt.

Veranstaltungen und Gesamtkonzept

  • Minimalprogramm: öffentliche Umschlagsaktion plus inhaltliche Veranstaltung; Ziel auch: mobilisieren und „bringt Euch ein“-Angebote machen
  • Thema schläft (in der Linken und überhaupt), unser Auftrag ist, es wieder aufs Tapet zu bringen
  • nicht eine Veranstaltung, sondern mehrere; Konzept Mini-Aktionstage mit Schwerpunkten in Abhängigkeit der sich beteiligenden Gruppen
  • Vernetzungsprojekt oder eigenes Veranstaltungskonzept? Plädaoyer für eigenes Infokonzept, inhaltliche Klammer G8 und Landwirtschaft, lokale Veranstaltung eher zusätzlich, nicht beides integrieren (zu komplex, zuviel)
  • eigenes Konzept wäre auch gut, um nach der Tour noch andere Orte bespielen zu können
  • originelles Konzept übersteigt unsere Kapazitäten?
  • wir wollen keine altbackene Veranstaltung á l „Einstiegsreferat plus Diskussion“ machen, um Wissen vermitteln/fertige Konzepte anbieten (an denen mangelts meistens nicht), sondern irgendwas irritierendes, interaktives...
  • Konzeptideen: kurze inhaltiche Blöcke, die von verschiedenen Referenten mit verschiedenen Medien präsentiert werden, z.B. gibt es von fotofraxia und Almeria fertige Dia-Shows oder
  • nur Moderation verschiedenster lokaler Akteure sein oder
  • gemeinsame Vokü plus Gespräche entlang der Produkte, die auf dem Tisch sind oder
  • “Variete“ - Multimediaspektakel oder
  • Thematische Inputs entlang eines typischen „Essenspakets“ für AsylbewerberInnen/ Standardwarenkorbs oder
  • Tanzeinlagen aller SprecherInnen
  • power point präsentation zum weitergeben finden wir mehrheitlich doof, trotzdem fänden wir es gut, wenn es ein Veranstaltungskonzept gäbe, das nach der Tour selbstständig weitergeführt wird.
  • konkrete Anfrage aus Greifswald, ob wir uns vorstellen könnten, Veranstaltungen für die Mcpommeraner zum Thema Landwirtschaft zu machen (finanziert die RL-Stiftung, ab Januar 07).

Finanzierung

  • für Finanzanträge ist das Konzept noch zu unkonkret, es gibt aber Quellen und Ideen. Für den Kauf der Orangen müssen wir eine kollektive (Vor-)Finanzierung finden, idealerweise würde jede Lokalgruppe „ihren“ Teil der Orangen selbst finanzieren, wir würden uns dann eher auf Gesamtrahmen konzentrieren (Reisekosten, Druckkosten etc.).

Kapazitäten:

  • die Logistik und Orgafraktion rund um den Orangentransport ist noch etwas schwach
  • die Erstellung von Infomaterial wird personell und technisch kein Problem
  • die meisten Anwesenden bekunden zwar viel Lust und Interesse, sind aber anderweitig auch stark eingebunden und daher begrenz in ihrer Kapazität
  • für die Tour konkret gibt es (je nach Dauer des Ganzen) 1-3 Personen, die die ganze Tour mitmachen würden, und noch 2 weitere die ein paar Stationen mitfahren würden
  • es werden noch ein paar Leute gezielt angefragt, und bis zum nächsten Treffen sollten vor allem auch Lokalgruppen angeworben werden.

Nächstes Treffen: Montag, 6.11., ab 9.30 Uhr im Umbruch Bildarchiv in X-berg.

'Persönliche Werkzeuge