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Diskussionsgrundlagen
Pressemitteilung Dezember 06 - Konstituierung des Leipziger Bündnisses gegen G8
Im Juni 2007 wollen die G8, der Club der 8 mächtigsten Industrienationen, in Heiligendamm bei Rostock tagen. In Vorbereitung auf die Proteste gegen diesen Gipfel hat sich am 04.12. ein Leipziger Bündnis konstituiert. Übereinstimmend erklärten die Beteiligten an diesem Bündnis, dass sie gegen die Politik der G8 einen bunten und kreativen Protest in Leipzig und um Heiligendamm mobilisieren wollen. Die G8 betreiben nach Meinung des Bündnisses eine Politik, die weltweit Armut und Ausgrenzung verursacht sowie unsere natürlichen Lebensgrundlagen zerstört. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die G8 für ihr Handeln demokratisch nicht legitimiert sind.
Juliane Nagel, eine Initiatorin des Leipziger Bündnisses gegen die G8/ den G8-Gipfel erklärt: "Wir wollen unsere Verantwortung im Prozess der Globalisierung wahrnehmen. Das schließt eine konsequente Kritik an einer Politik, die gegen Menschen betrieben wird, ein. Die G8 ist ein Netzwerk, das für die Politik, die wir kritisieren steht."
Die am Bündnis beteiligten Organisationen wollen im Vorfeld des G8-Gipfels mit Veranstaltungen und Aktionen an die Öffentlichkeit von Leipzig gehen. Ein Thema wird unter anderem der geplante Verkauf der kommunalen Versorgungsbetriebe sein.
Das Bündnis ist offen für weitere Gruppen und Aktive. Es wird derzeit getragen von: siehe Startseite
Gemeinsame Abschlusserklärung der G8-Aktionskonferenz "Rostock II" vom 10. bis 12. November 2006
Im Juni 2007 wird eine große Aktionswoche zum G8-Gipfel in Heiligendamm stattfinden. Die G8 stehen für eine sozial ungerechte, ökologisch unverantwortliche und militaristisch imperiale Politik. Hiergegen werden zehntausende Menschen aus der Region, aus dem ganzen Bundesgebiet, aus Europa und der ganzen Welt protestieren und Alternativen zu der herrschenden Globalisierung sichtbar machen.
Wir begrüßen die Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Ausland und freuen uns auf eine der größten internationalen Demonstrationen seit Jahren.
Alle Spektren der globalisierungskritischen Bewegung werden in den kommenden Monaten ihre Inhalte und Aktionsvorschläge verstärkt in die
öffentliche Diskussion einbringen - hier in der Region wie auch in den jeweiligen Orten und Ländern, aus denen sie kommen.
Mehr als 450 Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Europa haben sich auf der zweiten Aktionskonferenz in Rostock auf den Fahrplan für die Protestwoche gegen den G8-Gipfel verständigt:
- Die Aktionswoche beginnt mit der Großdemonstration gegen den G8-Gipfel am Samstag, 2. Juni.
- Am Sonntag, 3. Juni, gibt es eine große Auftaktveranstaltung, die gemeinsam mit unseren internationalen Freundinnen und Freunden gestaltet wird.
- Am Montag, 4. Juni, wird ein migrationspolitischer Aktionstag mit inhaltlichen, aktionistischen und kulturellen Beiträgen veranstaltet - unter dem Motto "Für globale Bewegungsfreiheit! Gleiche Rechte für alle!".
- Am Dienstag, 5. Juni, wird im Rahmen des Aktionstags gegen Militarismus, Krieg, Folter und den globalen Ausnahmezustand der Flughafen Rostock Laage blockiert und umzingelt, um die ankommenden
Regierungschefs zu begrüßen.
- Am Dienstagabend startet der Alternativgipfel, der bis zum Donnerstag, 7. Juni, gehen wird. Eine Reihe von "Satellitenveranstaltungen" des Alternativgipfels begleiten die gesamte Aktionswoche (zum Beispiel auf dem Camp und bei den Aktionen).
- Am Mittwoch, 6. Juni, beginnen die Blockaden des G8-Gipfels.
- Am Donnerstag, 7. Juni, finden ein Konzert mit Herbert Grönemeyer unter dem Motto "Music and Messages" weitere Blockaden, und Demonstrationen statt. Prominente internationale Sprecherinnen und Sprecher des Alternativgipfels werden am Auftakt der Demonstrationen teilnehmen.
Wer sich den G8-Gipfel einlädt, lädt sich auch den Protest ein. Wir fordern das Land Mecklenburg-Vorpommern, den Landkreis Bad Doberan und die Hansestadt Rostock auf, dass die nötige Infrastruktur für die Unterbringungen der Menschen in Camps und für das Austragen der
Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wird.