Published on international mobilization against g8 summit 2007 (http://dissentnetzwerk.org)

Another World is possible, attac?

Offener Brief an den Koordinierungskreis in Hannover und attac
Stellungnahme einiger BewohnerInnen zum Umgang mit der Schule in
Rostock/Evershagen

Hiermit wollen wir, einige der jetzigen Nutzer- und Bewoh- nerInnen der ehemaligen Ehm-Welk-Schule in Rostock/ Evershagen zu der Debatte um die Nutzung dieses Gebäudes für den Widerstand gegen den G8-Gipfel im Juni 2007 Stellung beziehen.


Zuerst ein paar grundlegende Infos:
Die zum Abriss vorgesehene Schule im Satellitenvorort Evershagen wurde Anfang März der Protestbewegung zur Nutzung angeboten. Die Bedingung seitens der Stadt Rostock war, dass sofort Leute dort einziehen, um das Gebäude vor Vandalismus zu schützen (auf diese Weise soll Geld eingespart werden, das bis dato die Feuerwehr für die Bewachung der Schule erhielt...).
Das Angebot der Stadt Rostock wurde der breiten Protestbewegung nicht bekannt gemacht, nur durch Vitamin B gelangte die Neuig- keit an die Convergence Center Gruppe. Diese hatte bereits seit Monaten vergeblich nach einem geeigneten Haus gesucht und be- schloss, die Möglichkeit beim Schopfe zu packen, die Schule zu
beziehen und ab sofort für die am Protest beteiligten Spektren nutzbar zu machen. Am 11.3. wurde der Nutzungsvertrag von attac unterschrieben. Seither ist von Seiten der BewohnerInnen viel Geld und noch mehr Arbeit, Zeit und Kraft in den Ausbau der Schule geflossen.

Zeitgleich begann ein untransparenter Vorgang, inklusive Macht- gerangel, Vorurteilen, Abgrenzungsspielchen, zu dem wir uns nun anhand der folgenden Punkte äußern wollen. Wir möchten damit versuchen eine offene Diskussion zu ermöglichen und laden dazu alle an den Protesten beteiligte und interessierte Gruppen und Einzelpersonen ein!


Vorab - zum besseren Verständnis unseres Diskussionsbeitrages - ein Ausschnitt aus dem Protokoll des Koordinierungskreis- treffens am 21.03.2007:

"...die gemeinsame politische Verantwortung bleibt in diesem KoKreis, bis die Schule wieder zurück an die Stadt geht. Die AG wird nicht geöffnet für "alle".
Attac als Vertragsunterzeichner will wissen, wer in der AG ist und wer mitentscheidet. Es gibt keine weiteren Einladungen zu dieser AG."



Soweit einige unserer Gedanken zu diesem ganzen Theater!

Wir hoffen auf eine offene und lebhafte Diskussion zu diesem Thema und rufen alle am Protest beteiligten Spektren dazu auf, hierzu Stellung zu beziehen und sich in das Nutzungskonzept der Schule einzubringen. Es gilt jetzt anzupacken!

In Liebe,
die CC-Crew


Source URL:
http://dissentnetzwerk.org/node/1656